Workshops

Vormittags zwischen 9.00 und 12.30 Uhr finden Workshops statt. Hiervon können die Teilnehmer zwei Stück besuchen. Folgende Workshops werden angeboten:

 

 

WS 1:Einführung und Einblick ins technische Tauchen

Technisches Tauchen ist eine Sonderform des Gerätetauchens, hierbei werden für einen Tauchgang über die Basisparameter des Sporttauchens wie Grundzeit und Maximaltiefe zusätzlich Parameter wie MOD, ppO2, EAD, END, RockBottom und Best-Mix oder Standardgas in die Tauchgangsplanung mit einbezogen.

Durch den Einsatz verschiedener/spezieller Atemgase während eines Tauchgangs können Einflussfaktoren wie Stickstoffnarkose/Tiefenrausch, Stickstoffsättigung und Dekompression optimal gestaltet werden.

Hierzu ist eine an die Anforderungen angepasste Ausrüstung erforderlich, die sich auch an den Techniken und Erkenntnissen des Berufstauchens orientiert.

Aktuell gibt es viele Verbände die Ausbildungen im Bereich des Technischen Tauchens anbieten, einzelne orientieren sich mehr andere weniger oder gar nicht am ursprünglichen Hogarthian-System (auch bekannt unter Doing-it-right Style / D.I.R. Style).

In diesem Vortrag wird ein Überblick über die Formen des Technischen Tauchens allgemein, die Tauchgangsplanung für technische Tauchgänge und die Ausrüstungskonfiguration nach D.I.R.-Style gegeben.

Referent: Stephan Zimmer

 

 

WS 2: Taucherarztsprechstunde

Teil 1: HNO

Diverse Krankheitserscheinungen führen zu einer Beeinflussung der Tauchtauglichkeit. Circa 80 % davon betreffen das HNO-ärztliche Fachgebiet. Zahlenmäßig sind hier wiederum Krankheiten des äußeren Gehörganges und des Mittelohres im Vordergrund.

Ziel ist eine Einführung in die Besonderheiten der Anatomie & Physiologie dieser Region sowie die Darstellung häufiger Krankheitsbilder und deren Diagnostik.


Wer kennt es nicht, Tauchurlaub und dann Ohrenschmerzen. Was ist los?

Vom erfahrenden HNO-Arzt werden auch Tipps zu immer wiederkehrenden Fragen der Taucher in der Sprechstunde gegeben, z.B. praktische Maßnahmen bei Druckausgleichsproblemen. Gibt es Trainingsmöglichkeiten?

Referent: Dr. Andreas Glowania

 

Teil 2: Pädiatrie

Der in der Medizin viel genutzte Satz "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen" gilt auch in der Tauchmedizin.

Neben der reinen Frage nach der Entwicklung eines Kindes sind im Rahmen der Tauchtauglichkeit auch die Beurteilungsparameter abweichend von der Erwachsener. Die Lunge ist z.B. in der relevanten Altersgruppe immer noch im Entwicklungsprozess, die Tuba auditiva verläuft in einem anderen Winkel, etc.

In dem Workshop sollen die besonderen Kriterien zur Tauchtauglichkeit von Kindern und Jugendlichen nahegebracht werden und wo möglich auch Hilfestellungen zur Beurteilung, für pädiatrisch nicht vorgebildete Ärzte, gegeben werden.

Referent: Karsten Theiß

WS 3: Praxistraining: O2-System, DAN-Neurocheck & Larynxtubus

1. Teil: Praktische Übungen zu O2-Systemen (ca. 30 Minuten)

In dieser Kleingruppenarbeit möchten wir Euch verschiedene Sauerstoff-Systeme nahebringen. Wir erarbeiten gemeinsam welche Voraussetzungen ein Sauerstoff-System erfüllen muss, damit es für die Behandlung eines Tauchunfalls geeignet ist.

Referent: Dr. Michael Klamm

 

2. Teil: Praktische Übungen zum Neurocheck (ca. 30 Minuten)

Diese Kleingruppenunterricht dient zum Erlernen und praktischen Anwendung des 5-Minuten DAN-Neurochecks unter fachkundiger Anleitung.

Ebenso sollen typische Symptome die dabei gezielt untersucht werden dargestellt und erläutert werden.

Referent: Dr. Stefan Linsler

 

3. Teil: Larynxtubus (ca. 30 Minuten)

Die Beatmung von verunfallten oder schwer erkrankten Patienten ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Notfallmedizin. Seit einigen Jahren sind Alternativen zur Beatmung per Beatmungsbeutel und Gesichtsmaske verfügbar (sogenannte supraglottische Hilfsmittel).

Hier hat der Larynxtubus zwischenzeitlich Einzug in die Sanitätsausbildung der DLRG und auch in die Tauchlehrerausbildung gehalten.
In diesem Workshop diesem Workshop gegeben die Möglichkeit die Kenntnis zum Larynxtubus und seiner Anwendung nochmals aufzufrischen.

Die Praktischen Übungen finden parallel in Kleingruppen statt (je 2 x 30 Minuten mit Wechsel der Gruppe).

Referenten: Dr. Lothar Hassling, Matthias Frick

 

 

WS 4: Tauchunfall: GTÜM-Leitlinie 2014, Druckkammerbehandlung & Fallbeispiele

Im Jahr 2014 sind die neuen Leitlinien zur Versorgung des Tauchunfalls publiziert worden. Hierzu sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und verschiedene Expertenmeinungen zusammengeflossen. In diesem Workshop werden Neuerungen erörtert und Hintergrundinformationen zu verschiedenen Empfehlungen diskutiert.

Im zweiten Teil wird das Team des "Zentrums für hyperbare Notfall- und Intensivmedizin" am Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus in Ihren Behandlungsalltag entführen. Die Kollegen werden einige Kasuistiken von Tauchunfällen vorstellen sowie die nachfolgende Behandlung der verunfallten Taucher.  

Referenten: Dr. Tim Piepho, Michael Kemmerer, Dr. Dirk Michaelis

 

 

WS 5: Sicherheit im Zusammenhang mit Druckgasflaschen

Was ist im Umgang mit Tauchflaschen zu beachten?

Was für Vorgaben gibt es?

Was ist beim Füllen zu beachten?

Was passiert bei Fehlern beim Füllen und beim Umgang?

Was passiert, wenn ein Ventil schlagartig aus der Flasche geschlagen wird?

Auf diese Fragen werden anschauliche Antworten gegeben.

Referent: Werner Scheyer  

 

 

WS 6: Tauchcomputer und -tabellen: Sicherheit und Grenzen

In diesem Workshop geht es vor allem darum die Nutzer dafür zu sensibilisieren, den Computer zwischen den Ohren nie auszuschalten.

Wir sprechen über die Sicherheit und Grenzen heutiger Tauchcomputer und Rechenmodelle. Außerdem wird darauf eingegangen, inwieweit Tauchcomputer heute im Bereich des Einsatztauchens sinnvoll eingesetzt werden können.

Referent: Tessen von Glasow   

 

 

WS 7: Prävention und Sicherheit: Hygiene in der Tauchausbildung und Einsatztauchen & Gefährdungsbeurteilung im Taucheinsatz

Im Zusammenhang mit dem Einsatztauchen kommt Material zum Einsatz, dass von mehreren Einsatztauchern gemeinsam genutzt wird (Materialpool). Bei diesem Material ist regelmäßig dafür Sorge zu tragen, dass nachfolgende Verwender / Träger vor der Übertragung von Krankheiten geschützt sind. Zugleich darf das Material unter der Aufbereitung nicht leiden.

Zum anderen kommt auch persönliche Ausrüstung im Einsatztauchen nicht nur mit Trinkwasser in Kontakt, so dass auch hier eine Materialaufbereitung erforderlich.

Einen aktuellen Überblick zum Thema und empfohlenen Maßnahmen soll dieser Vortrag geben.

Referenten: Dr. Ulrich Jost

 

Einsatztauchgänge finden oftmals an zuvor nicht bekannten Tauchplätzen statt. Hier muss, unter Zeitdruck der Einsatzlage, eine Gefährdungsbeurteilung erstellt werden und ggf. sind vor Einsatzbeginn die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

In diesem Workshop soll ein Überblick über die Anfertigung der Gefährdungsbeurteilung und häufig abzuleitender Maßnahmen gegeben werden.

Referent: Bernhard Abouid

WS 8: fit2dive - Vorstellung des Projektes und Hintergründe & Erfahrungen beim Einsatz in der Ortsgruppe

Teil 1: Fit2Dive-Test - Was ist das?

Der Fit2Dive-Test ist an der Deutschen Sporthochschule in Köln entwickelt und soll als einfacher Test die Möglichkeit geben Tauchern eine objektive Rückmeldung im Bezug auf Ihre persönliche Fitness zu geben und auch Verbesserungen der Fitness messen zu können.

Referent: Dr. Uwe Hoffmann

 

Teil 2: Der Fit2Dive-Test – eine super Sache!

Und wie setzen wir ihn in der eigenen Ortsgruppe und unserem Hallenbad um? Herausforderungen und Problemlösungen. Wir berichten von unseren Erfahrungen und geben Tipps aus der Praxis.

Referenten: , Iris Dielhenn, Werner Federhenn